Suchtprobleme in der Familie



Nach wie vor ist das Alkoholproblem in Familien ein Tabu-Thema. Es ist schon ein fast unlösbares Problem für den Partner, Kinder stehen dem Suchtproblem machtlos gegenüber. Vielleicht hat es aber auch den Vater oder die Mutter noch nie anders erlebt. Diese Kinder haben keine Vorbilder, sie lernen nicht wie man Konflikt bewältigt, da Schwierigkeiten mit Alkohol verdrängt werden.

Nach außen hin vermittelt die Familie wahrscheinlich den Eindruck geordneter Verhältnisse, oder denkt zumindest das jeder es glaubt. Sie leben mehr oder weniger in einer Scheinwelt. Bei alkoholabhängigen Vätern, besteht die Gefahr von Gewalt und sexuellem Missbrauch.

Die Kinder werden sich zurückziehen, keine Freunde zu sich nach Hause einladen und auch in der Schule Probleme haben. Sie sind zu sehr mit den Problemen in der Familie beschäftigt um sich für andere Dinge, wie Schule zu interessieren. Die Kinder erleben bei Verwanden usw. was eine richtige Familie ist und werden sich für Ihr eigenes Elternhaus schämen.

Oft bekommen Sie Schuldgefühle vermittelt, wie z.B. du hast den Papa geärgert, jetzt trinkt er wieder. Die Schuldgefühle, der Scham und das Gefühl des Ausgeliefertsein stauen sich bei dem Kind und brechen irgendwann aus. Das kann sehr oft erst im Erwachsenenalter sein. Durch die heimische Situation, wird der spätere Lebensstil des Kindes geprägt und oft werden die Kinder von Alkoholsüchtigen auch alkoholsüchtig.

Es gibt zahlreiche Einrichtungen in denen Suchtkranken geholfen werden kann. Viele Alkoholabhängige schlagen diese Hilfe aus, da sie sich selbst nicht als alkoholabhängig sehen.